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HABITAT HAPPY – 300M2, COZY, SHORT TERM: Ausstellung mit Aktivist*Innen & Künstler*Innen zum Thema Wohnraum

December 27 @ 14:00 - 20:00

|Recurring Event (See all)

An event every day that begins at 14:00, repeating until January 13, 2019

Igor_Posonov_Cutting_the_Wall

HABITAT HAPPY – 300m2, cozy, short term
Gruppenausstellung 16.12.2018 – 13.01.2019,
Eröffnung am 15.12.2018, 19 Uhr
Galerie-Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-20 Uhr

+++Sonderöffnungszeiten: 16.12.2018: 14-20 Uhr // 24.12.2018: 11-15 Uhr // 25.12.2018: 14-19 Uhr // 01.01.2019 geschlossen // 13.01.2019: 14-20 Uhr +++

Habitat Happy zeigt internationale Perspektiven auf Wohnraum, Verdrängung und städtische Armut. Die ausgestellten Werke zeigen das Thema einerseits als aktuelle Fragestellung zeitgenössischer Kunst auf und dokumentieren gleichzeitig Strategien des kreativen Protests. So protestieren bspw. die aus Sao Paulo geladenen Pixação-Maler mit ihren Graffitis gegen sozialräumliche Segregation in São Paulo, Brasilien, und besetzen den öffentlichen Raum dort, wo Exklusion und die Trennung zwischen Arm und Reich am deutlichsten wird – an den Häusern. Das in Berlin und Leipzig agierende Kollektiv Peng startete mit ihrer Aktion „Haunted Landlord“ eine medienwirksame Kampagne gegen skrupellose Vermieter*Innen und Rocco und seine Brüder thematisieren mit provokanten Aktionen die prekäre Situation des Berliner Wohnungsmarktes.
Mit einer eigens für die Ausstellung produzierten Skulptur und ihrer Aufstellung im Stadtraum agiert die mexikanische Künstlerin Amauta Garcia über den Ausstellungsraum hinaus – ihre Protestskulpturen hinterfragen den Traum vom Eigenheim und lassen Rückschlüsse auf unsere individuellen Ängste und Wünsche zum Thema Wohnraum zu.

Zum Hintergrund: Als Ulay 1976 das Kunstwerk „Der arme Poet“ aus der Neuen Nationalgalerie entwendet und vorübergehend in der Wohnung einer türkischen Gastarbeiterwohnung installiert, will er damit zwar vor allem die Diskriminierung von türkischen Zuwander*Innen kritisieren, schafft aber gleichzeitig einen Assoziationsraum zwischen dem privaten Wohnraum und seinen marginalisierten Bewohner*Innen sowie den öffentlichen Institutionen und der Rolle der Kunst. Spitzweg, der das Gemälde 1839 erschuf, musste sicher nie in solch einer ärmlichen Dachstube wohnen, wie er sie in seinem berühmtesten Werk abbildet. Und doch illustriert er, wenn auch in einem romantischen Sujet, die prekären Wohnverhältnisse einer breiten Bevölkerungsschicht seiner Zeit. In Berlin dokumentiertder Zeichner Heinrich Zille die „Berliner Slums“ wenige Jahre später und prägt das Bild der herunter-gekommenen und überfüllten Mietskasernen Anfang des 20 Jahrhunderts nachhaltig.
Von Zilles „Milljöh“ zum „Habitat“ im Haus Schwarzenberg ordnet die Gruppenausstellung aktuelle Fragen und Herausforderungen um das Thema Wohnraum in die sich abzeichnenden Kontinuitäten von Wohnraummangel und prekären Wohnverhältnissen ein.

Internationale Künstler*Innen, die zum Teil direkt für die Ausstellung produzieren, lenken den Blick der Besucher*Innen auf Zusammenhänge wie den Luxuswohnungsbau und der ästhetischen Verein-heitlichung intimer Räume, die schließlich alle gleich aussehen. Oder auf unsere (Kindheits-)Traumhäuser und eine gesellschaftliche Entwicklung, in der Menschen zunehmend um den Verlust ihres Wohnraums fürchten.

Somit thematisieren die Arbeiten auch die Ungleichheit innerhalb unserer Gesellschaften, die sich am Beispiel des Konflikts um Wohnraum abbildet und grenzüberschreitend den gleichen Ursachen und Systemen zu unterliegen scheint. Diesem konfliktbeladenen Mensch-Raum-Verhältnis setzen die aus-gestellten Arbeiten künstlerische Handlungsstrategien entgegen, welche auf Seiten zivilgesellschaft-licher Akteure verhandelt werden und sozialen Protest zum Teil auch mit Humor und Ironie verbinden.
Weitere Informationen zur Aufstellung der Skulptur Amautas Garcias, sowie des Vermittlungs-programms vom 06.01.19 – 13.01.19 werden in Kürze bekannt gegeben.

www.neurotitan.de

image: “Cutting the Wall” by Igor Ponosov

Details

Date:
December 27
Time:
14:00 - 20:00
Event Category:

Venue

neurotitan
Rosenthaler Str. 39
Berlin, 10178 Germany
+ Google Map
Website:
www.neurotitan.de

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